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Schlagwort: schule

Und nach dem Berufskolleg? – Fortbildung für Lehrkräfte durch die Verbraucherzentrale

von Wenzel Michalk

Abschlussprüfung. Nächster Jahrgang. Unterrichten. Nächster Jahrgang. Für Lehrkräfte ist das „Danach“ oft ein „Von-Vorne-Beginnen“, wohingegen bei den Absolvent:innen häufig ein „Jetzt-geht’s-erst-richtig-los“ steht, da endlich das Leben nach einer langen Schulzeit beginnt.

“Das Leben nach dem Berufskolleg”

Deshalb hat unsere Schulpfarrerin Eva Dernóczi schon vor einigen Jahren eine Unterrichtsreiche konzipiert, die “Das Leben nach dem Berufskolleg” in den Fokus nimmt. Dazu lädt sie jedes Jahr ehemalige Schüler:innen ein, die über ihre Ausbildung oder ihr Studium berichten und konnte auch Bildungstrainer:innen der Verbraucherzentrale bitten, zu Abschlussklassen zu kommen, um sich durch Workshops (Zukunfts-)Fragen zu stellen: Wie gehe ich eigentlich richtig mit meinem ersten Gehalt um? Welche Bedürfnisse habe ich als Absolvent:in? Wie komme ich an meine erste Wohnung? Welche Versicherungen gibt es und wie kann ich fürs Alter vorsorgen?

Bildungstrainer müssen wir nun selbst werden

Da die Bildungstrainer der Verbraucherzentrale aus finanziellen Gründen leider nicht mehr zur Schule kommen können, hatte Eva Dernóczi daraufhin für 25 interessierte Lehrkräfte eine Fortbildung der Verbraucherzentrale organisiert, die von Nicola Kleimann durchgeführt wurde. Sie arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Verbraucherzentrale NRW e.V. in Düsseldorf und war am Donnerstag, den 26. März 2026 bei uns, damit wir uns noch einmal die Brille der Lernenden aufsetzen. Wir konnten Unterrichtsmaterialien ausprobierten und bearbeiteten, die sich mit den oben genannten Fragen auseinandersetzen.

Wie komme ich mit dem ersten Azubi-Gehalt klar?

Dabei mussten die Kolleg:innen beispielsweise mit einem festgesetzten Azubi-Gehalt durch einen Monat kommen und genau überlegen, zu welchem Zeitpunkt sie was konsumieren und ob sie wirklich jede Party mitnehmen müssen. Scheitern vorprogrammiert. Unter der engagierten Anleitung von Nicola Kleinmann und ihrer studentischen Hilfskraft, Maryna Shkurat, wurde insbesondere die Wichtigkeit spezifischen Vokabulars im Kontext des Vertrags- und Versicherungsrechts auch gestandenen Kolleg:innen noch einmal bewusst. Aufgemerkt wurde auch bei dem Umstand, dass ein Kochrezept ein Algorithmus ist und jung wie alt aufpassen müssen, welchen Dingen zugestimmt wird – ob mit Click oder mit Unterschrift. Dass auch Lehrende niemals auslernen, selbst wenn das eigene „Jetzt-geht’s-erst-richtig-los“ schon Jahrzehnte zurückliegt, ist zwar eine Binsenweisheit – doch als solche auch jeder Auffrischung wert. Fazit: Neben praxisnahen Methoden, wie der Budget-Challenge oder dem Dark-Patterns-Spiel, werden auch alltagspraktische Tools, wie z.B. der Fake-Shop-Finder, sicherlich Eingang in Unterrichtsinhalte finden.

Angebote für Lernende

„Und was ist jetzt mit uns?“, mögen interessierte, dem Abschluss nahe Schüler:innen fragen. Wenn Ihr Euch selbst die Fragen aus dem ersten Absatz dieses Textes stellt, könnt Ihr Euch bei der „Fokuswoche“ der Verbraucherzentrale NRW vom 18.-21. Mai informieren. In Online-Vorträgen erhaltet Ihr Antworten darauf und könnt auch selbst aktiv teilnehmen.

Für mein Leben gern – HLZ.HND.WRK

… unter diesem Motto lief das diesjährige Projekt zum Kleinen Gesellenstück der Tischler-Mittelstufen HT24A+B.

Was mache ich ‚für mein Leben gern‘ und was für ein Möbelstück benötige ich dafür? – diese Frage stellten sich die Auszubildenden im zweiten Lehrjahr seit Mitte Dezember. Hieraus gingen zunächst erste Ideen und bald darauf konkrete Entwürfe hervor. Ab Januar ging es dann um die Planung der handwerklichen Realisierung – nicht umsonst wird das Holzhandwerk im Motto als wichtige Komponente hervorgehoben: eine handwerklich hochwertige Umsetzung diente der Vorbereitung auf die praktische Zwischenprüfung und die Gesellenprüfung im kommenden Jahr.

Schallplatten sammeln, Musik hören und selbst machen, Rollentraining auf dem Rennrad, einen chinesischen Tee oder die Kaffeepause genießen, Schmuck und andere Lieblingsobjekte präsentieren – all diese unterschiedlichen Leidenschaften werden durch die selbst gefertigten Kleinmöbel ermöglicht und machen nun noch mehr Freude.

Zwei Wochen lang lief die Ausstellung der fertigen Kleinmöbel in der Aula des CRBK und fand viel Resonanz seitens der Mitschüler*innen und Kolleg*innen; es kam sogar zu Kaufangeboten – ein sicheres Zeichen dafür, dass man sich mit der Ausbildung zur Tischler*in auf einem guten Weg in Richtung Zukunft befindet.

Schokoladiger Ferienstart in Köln! 🍫🐰

Kurz vor den Osterferien haben wir (VA25A) das Schokoladenmuseum besucht. Neben Osterhasen gab es vor allem spannende Insights zu nachhaltigem und fairem Kakaoanbau. 🌍🌱

Ein gelungener Mix aus Praxis und Theorie zum Abschluss der Unterrichtsreihe zu Nachhaltigkeit.

Wir wünschen allen Schülern und Lehrkräften erholsame Ferien!

Feriengruß

Liebe Schulgemeinschaft des CRBK!
Wir wünschen allen erholsame Osterferien!

Zukunft bauen: Passivhaus trifft Beton

Mitte März bildeten wir Lehrkräfte des Schulbereichs Bautechnik uns erneut praxisnah fort. Im Mittelpunkt der Fortbildung in Heidelberg stand das Thema „Passivbauweise versus Beton pur“.

Führung durch die Passivhaus-Siedlung

Frau Panzini vom Heidelberger Stadtmarketing führte uns durch eine der weltweit größten Passivhaus-Siedlungen. Auf einer Fläche von rund 116 Hektar entstehen dort etwa 3.700 Wohneinheiten für circa 6.800 Menschen. Einige von uns fanden die verdichtete Bauweise der Passivhäuser städtebaulich gelungen, andere konnten sich nicht vorstellen, so beengt zu wohnen.

Schulung bei der Betotech GmbH

Der Schwerpunkt der Fortbildung war die Schulung am folgenden Tag. Der Betonspezialist Nils Tobe von der Betotech GmbH gab uns fundierte Einblicke in die Entstehung von Schäden an Betonbauwerken, von Rissen und Abplatzungen über Lunker (kleine Hohlräume) bis hin zur Korrosion der Bewehrung.

Wir mussten selbst aktiv werden: Durch das Anheben von Probewürfeln konnten wir direkt erfahren, warum Strahlenschutzbeton (der Stahlkugeln enthält) deutlich schwerer ist als herkömmlicher Beton. Wir lernten auch verschiedene Prüfverfahren kennen, darunter den Rückprallhammers und die Humm-Sonde zur Qualitätskontrolle von Beton und das magnetinduktive Detektionssystem (Ferroscan) zur Ermittlung von Lage, Tiefe und Durchmesser der Bewehrung in Betondecken. Das ist wichtig, um die Standfestigkeit eines Gebäudes zu prüfen.

Bauzeichner und künftige Bautechnische Konstrukteure müssen Bewehrungslagen in Betonbauteile einzeichnen, Maurer müssen Bewehrungen einbringen, Dachdecker decken Betondachsteine: Klar wurde anhand der analysierten Schadensbilder, wie wichtig sorgfältiges Arbeiten in allen Bauberufen ist.

Neue Technologien im Unterricht

Vieles von dem neu gewonnenen Wissen werden wir direkt in den Bautechnik-Unterricht einbringen, insbesondere die Bedeutung der richtigen Zusammensetzung moderner Betonzusatzstoffe. Ein anschauliches Beispiel ist Carbonfaserbeton, der mit Carbonfasern verstärkt wird und spezielle Zemente erfordert, um hohe Festigkeit bei geringem Gewicht zu erreichen. Diese Zemente werden unter anderem von Heidelberg Materials hergestellt. Erst seit der Einweihung des Forschungsgebäudes CUBE in Dresden im Jahr 2022 wird Carbonbeton verstärkt in der Bauwirtschaft eingesetzt. Auch für uns Lehrkräfte gab es einiges Neues zu lernen.

Kultureller Ausklang

Am Abend gab es eine architektonische Stadtführung durch das historische Heidelberg. Spannend war der Kontrast zwischen hochtechnischen modernen Betonwerkstoffen und dem kulturellen Erbe der Stadt, die von schönem Buntsandstein geprägt ist.

Was für ein Auftakt für die DKMS-Aktion am CRBK!

Schon 66 Registrierungen – ihr seid unglaublich!

Nach den Osterferien geht’s weiter – jede einzelne Registrierung kann Leben retten.
Danke an alle, die schon dabei sind!