Lehrerfortbildungsfahrt der Metalltechnik-Abteilung: Praxisnahe Einblicke und wertvolle Impulse
Im Zeitraum vom 16.04.2026 bis zum 18.04.2026 unternahm die Metalltechnik-Abteilung des Carl-Reuther-Berufskollegs eine mehrtägige Fortbildungsfahrt zu ausgewählten industriellen und kulturellen Lernorten im Rheinland und Bergischen Land. Ziel der Exkursion war es, aktuelle Entwicklungen der Industrie kennenzulernen, praxisnahe Einblicke zu gewinnen und diese Impulse gewinnbringend in den Unterricht zu übertragen.
Den Auftakt bildete der Besuch bei igus GmbH in Köln, einem weltweit agierenden Spezialisten für Hochleistungskunststoffe und Energiekettensysteme. Besonders eindrucksvoll war neben der hochmodernen „motion plastics“-Produktion die Entwicklung und Fertigung eines innovativen Fahrrads aus Kunststoff, das die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten moderner Werkstoffe anschaulich verdeutlicht.
Darüber hinaus überzeugte insbesondere das Ausbildungskonzept des Unternehmens: In einer eigens eingerichteten „Ausbildungsfabrik“ arbeiten die Auszubildenden nicht in einer klassischen Lehrwerkstatt, sondern sind aktiv in reale Produktionsprozesse eingebunden. Sie leisten somit bereits während ihrer Ausbildung einen konkreten Beitrag zum Unternehmenserfolg, ein Ansatz, der die Verbindung von Lernen und Arbeiten auf besonders nachhaltige Weise gestaltet und wertvolle Impulse für die berufliche Bildung liefert.
Ein weiterer Höhepunkt der Fortbildung war die Besichtigung von GEDORE in Remscheid, einem traditionsreichen Hersteller hochwertiger Werkzeuge „Made in Germany“. Die Teilnehmenden erhielten vertiefte Einblicke in die industrielle Schmiedetechnik, bei der Werkzeuge unter hohen Temperaturen in ihre endgültige Form gebracht werden. Insbesondere die Herstellung von Drehmomentschlüsseln verdeutlichte die hohe Präzision und Qualitätssicherung, die für sicherheitsrelevante Werkzeuge unerlässlich ist. Dabei wurden auch die aktuellen energetischen Herausforderungen der Industrie deutlich: Die energieintensiven Schmiedeprozesse erfordern effiziente und nachhaltige Lösungen im Umgang mit Ressourcen.
Abgerundet wurde die Fahrt durch einen Besuch im Deutsches Klingenmuseum in Solingen. Die Ausstellung vermittelte eindrucksvoll die historische Entwicklung der Schneidwarenindustrie und stellte zugleich die enge Verbindung zwischen Tradition und Innovation heraus, ein Spannungsfeld, das auch für die heutige berufliche Bildung von großer Bedeutung ist.
Neben den fachlichen Inhalten stand insbesondere der kollegiale Austausch im Vordergrund. Die gemeinsame Fortbildung stärkte das Team der Metalltechnik-Abteilung nachhaltig und eröffnete neue Perspektiven für die Unterrichtsgestaltung. Die gewonnenen Erkenntnisse werden gezielt in den Unterricht integriert, um unseren Schülerinnen und Schülern einen noch stärkeren Praxisbezug sowie aktuelle Einblicke in industrielle Arbeitswelten zu ermöglichen.
Die Fortbildungsfahrt war somit nicht nur eine fachliche Bereicherung, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur kontinuierlichen Qualitätsentwicklung unserer schulischen Arbeit.



