Wusstest du schon? An unserer Schule haben sich bisher 1.247 Schüler:innen als potenzielle Stammzellspender:innen registriert – 22 von ihnen haben inzwischen bereits tatsächlich Stammzellen gespendet und einem betroffenen Menschen die Hoffnung auf ein zweites Leben geschenkt!
In den nächsten Wochen kommen wir zu dir in den Unterricht und informieren über die Stammzellspende. Die ersten Infovorträge zum Thema Blutkrebs und Stammzellenspende mit anschließender (freiwilliger) Registrierung starten Montag und Dienstag. Nach den Ferien geht es weiter.
Du bist gesund und mindestens 17 Jahre alt? Dann kannst du dich im Anschluss an die Infoveranstaltung als potenzielle:r Stammzellspender:in registrieren lassen und vielleicht bald ein Leben retten. Eine Spende ist ab 18 Jahren möglich. Worauf warten? Lass uns wieder neue Lebenschancen schaffen!
Am 12. März 2026 fand am Carl-Reuther-Berufskolleg erneut der zweijährliche Erste‑Hilfe‑Grundkurs für das Kollegium statt. In einer ganztägigen Fortbildung vermittelte uns unser Kollege Torsten Fuchs praxisnahes Wissen, das im Schulalltag unverzichtbar ist – sowohl für Lehrkräfte als auch für alle Mitarbeitenden. Torsten Fuchs ist seit ca. 20 Jahren Rettungssanitäter und seit seinem 30. Lebensjahr bereits „Erste‑Hilfe‑Ausbilder“ beim Deutschen Roten Kreuz. In unserem Kolleg ist er der Sicherheitsbeauftragter für den Bereich Erste Hilfe. Wir alle waren und sind daher froh, dass er uns regelmäßig schult. Bereits im Vorfeld zeigte das große Interesse, wie wichtig diese Auffrischung für viele war. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen nahmen teil, um ihre Kenntnisse aufzufrischen, zu erweitern, praktische Abläufe zu üben und wieder mehr Sicherheit für den Ernstfall zu gewinnen.
Warum die Schulung so wichtig ist
Nach einer herzlichen Einleitung teilte uns Torsten Fuchs in Kleingruppen ein. Wir erhielten unterschiedliche Fallkarten, auf denen verschiedene Verletzungen beschrieben waren. Einer aus der Gruppe war der Verletzte und die anderen sollten ihn mit Materialien aus dem Erste-Hilfe-Kasten versorgen – zum Beispiel mit einer Wundauflage, einer Mullbinde oder einem Pflaster. Die Verletzungen reichten von einem verletzten Daumen über eine Wunde an der Handfläche bis hin zu einer Platzwunde am Kinn. Zum Abschluss stellte jede Gruppe ihre Ergebnisse vor, die natürlich zum Teil auch sehr lustig aussahen. Torsten Fuch gab dann sein professionelles Feedback zu unserer Wundversorgung. Wir merkten schnell, dass Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßige Wiederholung erfordern – nicht nur, um Abläufe zu verinnerlichen, sondern auch, weil sich Richtlinien immer wieder verändern. Genau das wurde zum Beispiel deutlich, als wir über das Thema Wiederbeatmung sprachen.
Reanimationsmaßnahmen müssen schnell und routiniert erfolgen
Die Beatmung ist zum Beispiel bei Atemstillstand für Laien als Reanimationsmaßnahme inzwischen nicht mehr verpflichtend, aber sinnvoll. Entscheidend für die Soforthilfe ist vor allem die Herzdruckmassage, nachdem man ca. 10 Sekunden die Atmung überprüft hat. Diese soll man fortführen, bis der Rettungsdienst übernimmt bzw. die Person wieder normal atmet oder ein AED (Defibrillator) eintrifft und angewendet wird. Auch dieses Gerät konnten wir alle einmal testen, um im Notfall zu wissen, wo die Elektroden am Körper anzubringen sind. Außerdem erhielten wir eine Einführung in die neuen Wiederbelebungspuppen, die zukünftig sogar im Unterricht von den Schülern eingesetzt werden können.
Üben stärkt Sicherheit
Für viele Teilnehmende war der Kurs eine wertvolle Gelegenheit, Abläufe praktisch auszuprobieren – vom Notruf über stabile Seitenlage bis hin zu Herz‑Druck‑Massage. Der Austausch unter den Kolleginnen und Kollegen, wie auch das gemeinsame Training, machten die Fortbildung lebendig und praxisnah. Gerade im schulischen Alltag, in dem viele Menschen zusammenkommen und immer wieder unerwartete Situationen auftreten können, bietet ein sicherer Umgang mit Notfällen ein wichtiges Gefühl der Handlungskompetenz.
Dank an alle Beteiligten
Ein besonderer Dank gilt dem durchführenden Kollegen, der mit viel Erfahrung und Engagement durch den Tag führte. Dank seiner anschaulichen Erklärungen und der praxisorientierten Übungen fühlten sich am Ende viele deutlich sicherer. Wir freuen uns schon auf den nächsten „Erste‑Hilfe‑Tag“ – und sind bis dahin gut vorbereitet.
Kürzlich erhielten die Metallbauer im zweiten Ausbildungsjahr einen kleinen Grundschmiedekurs in der schuleigenen Schmiede. Nach einer Sicherheitsunterweisung wurde als erster Schmiedevorgang aus einem Stück Rundstahl eine viereckige Spitze gefertigt. Dies erforderte erhebliche Hitze und viele Hammerschläge.
Die nächste Aufgabe bestand darin, einen Knoten zu schmieden, was mehrere Arbeitsschritte erforderte. Zunächst musste ein dünner Rundstab mit Hilfe eines Biegehorns in eine U-Form gebogen werden. Daraufhin haben die Auszubildenden aus dem U eine Schlaufe geschmiedet. Anschließend wurde das eine Ende durch die Schlaufe gezogen und der Knoten am Schraubstock gestreckt und zugezogen.
Als letzter Schritt wurde ein Ende des Knotens platt geschmiedet und eine Bohrung vorgenommen, damit der Knoten an einem Schlüsselanhänger angebracht werden konnte.
Ziel war es den Schülern die faszinierende Welt der Warmverarbeitung und damit die Wurzel ihres Berufes zu zeigen.
Im Rahmen der Einführung in die Vektorrechnung hat die Klasse TH24A (HBFS-Oberstufe, Bildungsgang Ingenieurtechnik) im Fach Mathematik mal eine besondere Herausforderung angenommen: die sogenannte „Marshmallow-Challenge“. Ziel der Aufgabe war es, aus wenigen Materialien – Spaghetti, Klebeband, Schnur und einem Marshmallow – einen möglichst hohen, freistehenden Turm zu bauen, an dessen Spitze der „Mäusespeck“ dauerhaft hält.
Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Der höchste Turm erreichte eine Höhe von 82 cm. Noch wichtiger als die reine Höhe waren jedoch die Erkenntnisse, die die Schülerinnen und Schüler während des Bauprozesses gewonnen haben.
Sehr schnell wurde deutlich, dass Stabilität nicht durch Zufall entsteht. Hypothesen mussten überprüft, Konstruktionen angepasst und teils komplett neu gedacht werden. Genau hier zeigte sich der didaktische Kern der Aufgabe: Lernen ist ein iterativer Prozess, der vom Ausprobieren, vom Scheitern und vom erneuten Ansetzen lebt.
Die Marshmallow Challenge verdeutlichte anschaulich, dass Design Thinking nicht nur in Technik, Wirtschaft oder Produktentwicklung eine Rolle spielt, sondern auch im Mathematikunterricht sinnvoll eingesetzt werden kann. Eigenständiges Handeln, kreatives Problemlösen und reflektiertes Vorgehen sind zentrale Kompetenzen – beim Bauen ebenso wie beim Lernen mathematischer Inhalte.
Im Rahmen der Schulkinowochen besuchte die Klasse TH24A (HBFS-Oberstufe Ingenieurtechnik) am 22.01.2026 das Kur-Theater Hennef. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Klasse an den Schulkinowochen teilgenommen – damals mit dem Film Heisenberg, der thematisch naheliegend an einen der bedeutendsten Physiker des 20. Jahrhunderts anknüpfte.
In diesem Jahr fiel die Wahl bewusst auf einen anderen Zugang: Gezeigt wurde der Film „KNEECAP“, der sich mit Identität, Sprache, gesellschaftlichem Druck und kultureller Selbstbehauptung auseinandersetzt. Der Film erzählt die Geschichte einer jungen irisch-sprachigen Hip-Hop-Gruppe aus Belfast, die Musik als Ausdrucksmittel nutzt, um politische, soziale und persönliche Themen zu verhandeln. Dabei verbindet KNEECAP Humor, Provokation und Gesellschaftskritik und eröffnet einen Blick auf kulturelle Dynamiken jenseits klassischer naturwissenschaftlicher Fragestellungen.
Gerade dieser Perspektivwechsel machte den Kinobesuch für den Bildungsgang besonders wertvoll: Technische Ausbildung bedeutet nicht nur Fachwissen, sondern auch die Fähigkeit, gesellschaftliche Zusammenhänge zu reflektieren, unterschiedliche Denkweisen nachzuvollziehen und kulturelle Ausdrucksformen einzuordnen.
Im Anschluss an die Filmvorführung erhielten interessierte Schülerinnen und Schüler zudem einen Einblick in die aktuelle Kinovorführungstechnik. Die technische Ausstattung sowie Abläufe hinter den Kulissen wurden anschaulich erklärt und stießen auf großes Interesse – insbesondere mit Blick auf die Verbindung von Medientechnik, Automatisierung und Steuerung.