Das CRBK mit Talenten im Dialog
Das CRBK ist bei der Ausbildungsmesse Talente im Dialog mit einem Stand vertreten. Wir freuen uns auf euren Besuch!
Das CRBK ist bei der Ausbildungsmesse Talente im Dialog mit einem Stand vertreten. Wir freuen uns auf euren Besuch!
Am Samstag startete unsere Schülergruppe (IT-Assistenten) aus Hennef ihre Reise nach Bunzlau (Bolesławiec) in Polen.
Bevor am Montag der eigentliche Austausch begann, stand am Sonntag zunächst ein gemeinsamer Ausflug nach Breslau (Wrocław) auf dem Programm. Bei einer Stadtführung konnten wir die Stadt erkunden, viel über ihre Geschichte erfahren und erste Eindrücke von Polen sammeln.
Nach diesem gelungenen Auftakt freuen wir uns nun auf den Beginn des Austauschs in Bunzlau, spannende Begegnungen, neue Erfahrungen und das gemeinsame Lernen über Ländergrenzen hinweg.
Ein großes Dankeschön an Erasmus+, das unseren Schülerinnen und Schülern diese besondere Erfahrung ermöglicht!

Im Rahmen einer Erasmus-Studienreise nahmen wir vom 3. bis 10. Juli 2026 an einem Projekt zur experimentellen Archäologie in Evrenos (Thrakien, Griechenland) teil. Dort bauten und betrieben wir gemeinsam einen Rennofen nach antikem Vorbild, lernten die historische Eisenverhüttung der alten Griechen kennen und verarbeiteten anschließend das selbst gewonnene Eisen. Ergänzt wurde das Programm durch Exkursionen zur Ausgrabungsstätte Maroneia, in die Stadt Komotini sowie an das Mittelmeer, wodurch wir die griechische Kultur und Geschichte intensiv kennenlernen konnten. Besonders beeindruckend war die außergewöhnliche Gastfreundschaft der Einheimischen, die uns herzlich aufnahmen, das Projekt unterstützten und sogar ein Konzert für unsere Gruppe organisierten. Insgesamt erwies sich die Studienreise als großer Erfolg, da sie den kulturellen Austausch förderte und sowohl handwerklich als auch sozial viele wertvolle Erfahrungen ermöglichte.




von Eva Dernóczi
Adam Qourchi ist 20 Jahre alt und besucht unser Berufskolleg seit 2024 im Schulbereich der Höheren Berufsfachschule (HBFS) im Bildungsgang Informationstechnik, mit dem Ziel dieses Jahr sein Fachabitur zu absolvieren. Er freut sich schon jetzt auf seine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration in Bonn.
Heimatgefühle und der Weg nach Deutschland
Adam wurde in Mohammedia (Marokko) geboren und verbrachte dort die ersten zehn Jahre seines Lebens. Erstaunlich ist, dass man ihm überhaupt nicht anmerkt, dass er nicht in Deutschland geboren wurde. Wenn er an seine Heimat denkt, verbindet er mit Marokko vor allem seine Kindheit. „Heimat“ ist für ihn gleichbedeutend mit „Kindheitszeit“ – einer unbeschwerten, sorglosen Phase seines Lebens. Obwohl die Arbeitsbedingungen und Gehälter dort deutlich schlechter seien, erinnert er sich gern an das gute Zusammenleben: eine kleine Wohnung, viele Menschen, aber ein starkes Gemeinschaftsgefühl. 2016 kam Adam im Alter von zehn Jahren mit seiner Mutter nach Deutschland. Sein Vater lebte bereits hier und arbeitete als IT-Berater. Einige Jahre später folgte auch sein älterer Bruder, der heute Physik in Bonn studiert. Durch frühere Ehen seiner Eltern hat Adam insgesamt zwei ältere Brüder – einer lebt in Norwegen – sowie drei jüngere Geschwister. Zu Hause wird überwiegend Arabisch (Darija) gesprochen. Außerdem spricht Adam sehr gut Französisch, Englisch und Deutsch.
Ein schönes Land mit herzlichen Menschen
Adam reist gerne nach Marokko, um seine Familie zu besuchen, insbesondere seinen Großvater und seinen Onkel. Sein Großvater, den er sehr liebt, war auch schon in Deutschland. Adams Lieblingsessen ist „Fish Bastilla“. Es besteht aus dünnem Blätterteig oder Filoteig, gefüllt mit würzig mariniertem Fisch, Meeresfrüchten, Reisnudeln (Vermicelli) und Chermoula. Mohammedia ist eine Hafenstadt, daher genießt es Adam in Marokko gerne viel frischen Fisch zu essen. Er genießt es den Markt zu besuchen, wo die Bauern ihre Waren nicht an die Märkte, sondern direkt an die Einwohner verkaufen. Dort zu leben kann er sich jedoch nicht vorstellen, da es wirtschaftlich sehr schwierig sei, vom eigenen Einkommen zu leben. „Es ist ein schönes Land, aber die Gehälter sind niedrig und berufliche Perspektiven begrenzt.“ Besonders schätzt er die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen, die er in Deutschland manchmal vermisst. Auch wenn er nicht alle Menschen über einen Kamm scheren will, stellt er fest: „Herzliche Freundschaften entstehen hier auch, brauchten aber oft mehr Zeit.“
Schulstart in Deutschland
Als Adam nach Deutschland kam, sprach er kein Deutsch. Er wurde direkt in die 4. Klasse eingeschult und lernte die Sprache erstaunlich schnell. Bereits nach einem halben Jahr sprach er fast fließend Deutsch. Diese Zeit erinnert er positiv: Lehrkräfte und Mitschüler unterstützten ihn, freuten sich über seine Fortschritte und motivierten ihn. Mit dem Wechsel auf ein Gymnasium änderte sich das jedoch. Dort erlebte er Ausgrenzung und mangelnde Unterstützung, weshalb er schließlich auf eine Realschule wechselte. Diese Entscheidung ermöglichte ihm wieder eine entspannte und positive Schulzeit – ähnlich wie jetzt am Berufskolleg.
Neue Eindrücke und neue Chancen
Schon kurz nach seiner Ankunft fiel Adam auf, dass „die Luft hier ganz anders ist – irgendwie besser“. Dieser Eindruck lässt sich erklären: In Mohammedia belastet Saharastaub die Luft, vor allem liegt es aber daran, dass sein Heimatort ein Industriezentrum ist und viele chemische und metallverarbeitende Betriebe, ein Hafen sowie ein kohlebefeuertes Kraftwerk die Luftqualität belasten. Besonders schätzt Adam jedoch, dass Bildung in Deutschland kostenlos ist und nicht vom Einkommen der Eltern abhängt. In Marokko sei Schule zwar offiziell kostenfrei, tatsächlich stelle Bildung für viele Familien jedoch eine finanzielle Belastung dar. Heute freut sich Adam über seinen vielfältigen Freundeskreis: Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religionen und Kulturen. „Man lernt viel voneinander – das ist eine echte Bereicherung.“








Direkt im Anschluss an die Erasmusfahrt nach Griechenland (03.07.–10.07.2026) wurde gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern am „Tag des Schmiedefeuers“ im Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer in Leverkusen teilgenommen. Im Rahmen der Veranstaltung wurden geschmiedete Gebrauchsgegenstände präsentiert sowie der fachliche Austausch zwischen Schmiedinnen und Schmieden gefördert. Beim Fachtreffen wurde das Erasmusprojekt der Schmiedeklasse des Berufskollegs Hennef vorgestellt und über den Bau eines Rennofens in Griechenland berichtet. Anschließend wurde eine während des Projekts gewonnene Luppe gemeinsam zu einem Würfel ausgeschmiedet, um die traditionelle Eisenverhüttung und Eisenbearbeitung anschaulich zu demonstrieren. Die Veranstaltung bildete einen gelungenen Abschluss der Erasmusreise und bot trotz der hohen Temperaturen zahlreiche Möglichkeiten zum fachlichen Austausch und zur Vertiefung handwerklicher Kenntnisse.



Vom 22. bis 27. Juni fand im LWL-Freilichtmuseum Hagen eine Projektwoche für die Metallgestalter statt, bei der wir nach dem Ankommen zunächst frei schmiedeten, eine Einführung erhielten und Ideen für unsere Entwürfe entwickelten. Am zweiten Tag besichtigten wir verschiedene historische Werkstätten, darunter die Bohrerschmiede, Sensenschmiede, Druckerei und Optikerwerkstatt, erlebten eine Vorführung am Schwanzhammer und tauschten uns mit den Museumshandwerkern aus. In den folgenden Tagen arbeiteten wir intensiv an unseren Entwürfen und erhielten zusätzlich eine Vorführung zum Feuerverschweißen eines Rings um einen Stab sowie eine Besichtigung der Kupferschmiede. Dabei konnten wir viele neue Eindrücke und handwerkliche Techniken kennenlernen und in unsere Arbeiten einfließen lassen. Zum Abschluss übergaben wir die gefertigten Geländerteile an das Museum und beendeten damit eine lehrreiche und praxisnahe Woche voller Elan und Netzwerkausbau.


