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Schlagwort: berufsschule

Ehemaliger Schüler berichtet von seiner Offizierslaufbahn

Von Eva Dernóczi

Oscar begann nach seinem Abitur, das er 2023 bei uns ablegte, seine Offizierslaufbahn bei der Marine. Nun steht er kurz davor Leutnant zu werden. Zu Beginn seines Vortrags stellte er sich vor: Er ist 22 Jahre alt, stammt aus Siegburg und lebt heute in München, wo er im Rahmen seiner militärischen Ausbildung studiert. Seine Zuhörerschaft bestand aus vielen Schülerinnen und Schülern der unterschiedlichen Bildungsgänge der HBFS-Klassen, die bei uns ein Fachabitur absolvieren, es kamen aber auch Schüler der Klassen des beruflichen Gymnasiums zu seinem Vortrag. Drei seiner ehemaligen Mitschüler, Arne, Ben und Tassilo, waren auch als Gäste dabei und berichteten auch kurz über ihre Studiengänge (Elektrotechnik und Maschinenbau).

Köln – Flensburg

Oscar berichtete davon, wie sein Weg im Assessment-Center in Köln begann. Dort absolvierte er die umfangreichen Eignungsprüfungen, bevor er an die Marineschule Mürwik in Flensburg wechselte. Besonders spannend war für die Schüler zu hören, dass Offiziersanwärter der Marine, des Heeres und der Luftwaffe unterschiedliche Ausbildungsorte haben – etwa die Offizierschule der Luftwaffe in Roth bei Nürnberg oder die Offiziersschule des Heeres in Dresden. Einen guten Einblick erhielten die Lernenden auch in Oscars Motivation: Die Bundeswehr biete vielfältige berufliche Perspektiven, hervorragende Ausbildungsmöglichkeiten und ein gesichertes Einkommen. Besonders überzeugend schilderte er die Kameradschaft, die man im militärischen Alltag erfahre. Ebenso hob er die Vorteile des Studiums hervor: kleine Seminargruppen, direkte Betreuung, kostenlose Studienmaterialien und ein festes Gehalt ab dem ersten Tag.

Sein Studium in München

Oscar studiert derzeit an der Universität der Bundeswehr Staats- und Sozialwissenschaften in München. Dass die Bundeswehr ein breites Spektrum an Studiengängen anbietet – von Ingenieurwissenschaften über IT bis zur Medizin an externen Universitäten – überraschte viele Zuhörer. Zudem erklärte er, welche Wege nach dem Abitur möglich sind: vom freiwilligen Wehrdienst über verschiedene Soldatenlaufbahnen bis hin zur Offiziersausbildung, für die meist eine Verpflichtungszeit zwischen 13 und 17 Jahren gilt. Er selbst hat sich für 13 Jahre verpflichtet und verfolgt das Ziel, Berufssoldat zu werden. Besonders eindrucksvoll waren seine Erzählungen von den Fahrten auf der Fregatte Baden-Württemberg. Dort war die Bundeswehr im Rahmen der UNIFIL-Mission im Libanon eingesetzt. Oscar schilderte, wie internationale Zusammenarbeit an Bord funktioniert und welche Aufgaben deutsche Marinesoldaten in einer UN-Beobachtermission übernehmen.

Praktische Tipps für Bewerbungen

Neben den persönlichen und beruflichen Einblicken gab Oscar den Schülerinnen und Schülern praktische Tipps für eine mögliche Bewerbung: Man solle sich frühzeitig informieren – durch Bücher, Videos oder Gespräche mit Karriereberatern – und auf körperliche Fitness achten, da diese ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung sei. Auch warnte er vor unseriösen Versicherungsangeboten, da Soldaten selbst keine Versicherungen verkaufen dürfen und junge Bewerber hier oft angesprochen werden. Am Ende ließ Oscar in Kleingruppen verschiedene realistische Szenarien durchspielen. Dazu gehörten Aufgaben wie das Priorisieren von Ausrüstung für einen Marsch, das Reagieren auf Katastrophenlagen in Deutschland, der Aufbau eines Lagers in der Wildnis oder die Rettung einer verletzten Person in einem Krisengebiet. Die Schüler mussten jeweils überlegen, wie sie als Team vorgehen würde, welche Entscheidungen zuerst getroffen werden müssten und welche Fähigkeiten dabei besonders wichtig sind. Jannick (GI25A) fand Oscars Vortrag „extrem interessant. Er hat das Ganze sehr spannend gestaltet. Er hat bei vielen Schülern großes Interesse an der Bundeswehr geweckt!“ Lukas (GI25A) fand den Vortrag „sehr lehrreich. Er hat einen guten Einblick in das Leben und Geschehen der Bundeswehr gegeben.“

Meet a Jew – Begegnungen, die wichtig sind

Von Eva Dernóczi

Am 11. März 2026 fand – wie bereits seit mehreren Jahren üblich – erneut eine Begegnung mit Gästen des Projekts „Meet a Jew“ statt, zu der die Courage-AG eingeladen hatte. Die Klasse EH24A, die im Juni ihr Fachabitur absolviert, sowie zwei Klassen des beruflichen Gymnasiums (Jahrgangsstufen 11 und 13) erhielten dabei die Gelegenheit, in einer offenen und angenehmen Atmosphäre mit zwei jüdischen Gästen ins Gespräch zu kommen. Da weltweit nur rund 15,3 Millionen Jüdinnen und Juden leben, ist eine persönliche Begegnung für viele Menschen selten. „Meet a Jew“ möchte Vorurteile abbauen und Wissen über jüdisches Leben in Deutschland vermitteln. Aus Sicherheitsgründen erfährt man vorher weder etwas über den religiösen Hintergrund, den Wohnort noch den Beruf der Gäste – bis zuletzt sind nur ihre Vornamen bekannt. „Meet a Jew war eine wichtige Begegnung, weil man mal direkt mit jüdischen Personen sprechen konnte. So hat man mehr über ihr Leben und ihre Religion gelernt und konnte Vorurteile abbauen!“ – so Maurice (EH24A), seine Klassenkameraden stimmten ihm zu. Abdullah (EH24A) fand die Begegnung sehr interessant und fand es gut, dass es ein sehr offener Kontakt auf Augenhöhe war, Piet stimmte ihm zu und fand gut, Einblicke in das Leben jüdischer Menschen zu bekommen.

Antisemitismus ist omnipräsent

Zu Besuch waren erneut die 57‑jährige Miriam und der 28‑jährige Steve, die bereits vor drei Jahren schon einmal bei uns waren. Steve berichtete, dass er bereits an hunderten von „Meet a Jew“-Begegnungen teilgenommen hat. Miriam berichtete zu Beginn von den „Stolpersteinen“ ihrer Urgroßeltern in Freiburg, die sie mit ihrer Familie bald besuchen will. Der deutsche Künstler Gunter Demnig entwickelte in den 1990er Jahren die Idee zu den Stolpersteinen. Die kleinen Gedenksteine sollen an das Schicksal einzelner jüdischer Menschen erinnern. Überall in Europa erinnern sich Menschen dadurch an verschiedenen Orten an die Opfer des Nationalsozialismus. Miriam sprach offen an, warum sie sich manchmal in Räumen – wie in einem Klassenraum – unwohl fühlt – aus Angst, Opfer eines Anschlags werden zu können. Diese tief verankerte Angst, begleitet sie seit ihrer Kindheit und sei ein Ergebnis des weit verbreiteten Antisemitismus. Sie möchte ihre Identität nicht verstecken, gleichzeitig aber keinen Anfeindungen ausgesetzt sein und erträgt es nur schwer, dass ihre Tochter ihre Davidstern-Kette offen zeigt. Steve trägt, wie er sagte, als „Experiment“ sogar in der Öffentlichkeit eine „Kippa“, um zu testen, ob er Attacken erlebt oder nicht.

Vielfalt im Judentum

Beide Gäste hoben hervor, dass es im Judentum eine große Vielfalt an religiösen Strömungen gibt. Das fand Silas (GI23A) sehr hilfreich, „da es den Unterschied zwischen gläubigen und nicht religiösen Juden verdeutlicht hat.“ Dadurch wurden verschiedene Perspektiven innerhalb des Judentums verständlich. Ihrer Einschätzung nach lebt der Großteil der jüdischen Menschen eher säkular oder liberal. Als problematisch empfinden sie, dass in Filmen häufig ausschließlich streng orthodoxe Jüdinnen und Juden gezeigt werden, obwohl diese in ihren Augen nur eine kleinere Gruppe repräsentieren. Zudem machten sie deutlich, wie viele Fakenews und Mythen über Juden verbreitet werden, aktuell vor allem über die sozialen Medien. Steve erzählte, dass er als Jugendlicher selbst sehr streng religiös lebte, sich inzwischen jedoch als liberal bezeichnen würde. Er schilderte, welche Konflikte durch eine strenge orthodoxe Lebensweise entstehen können, etwa weil jegliche Form von Arbeit am Schabbat verboten ist. Miriam bezeichnete sich als religiös, aber nicht streng orthodox, sie betet jeden Morgen sehr intensiv. Zum Abschluss führten die beiden ein interaktives Spiel durch, bei dem die Schülerinnen und Schüler entscheiden sollten, welche Lebensmittel koscher sind und welche nicht. Ruben (GI25A) fand „Meet a Jew richtig gut, weil es sehr informativ, aber auch lustig war. Beide waren sehr offen und man konnte alles fragen!“ Lukas (GI25A) bestätigte diese Ansicht: „Ich bin zwar mit einer etwas anderen Erwartung und Vorstellung reingestartet, wurde aber positiv überrascht. Man konnte offen alle Fragen stellen und hat gute Antworten bekommen. Es war sehr interessant mehr über das Leben der beiden zu erfahren!“ 

Belgische Delegation zu Gast am CRBK

Am 19. März informierten sich zwölf Schulleiter aus der belgischen Provinz Limburg am CRBK über das deutsche Bildungssystem. Nach einer allgemeinen Einführung hatten die Gäste Gelegenheit in diversen Werkstätten, Laboren und Fachräumen ins Gespräch mit Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern zu kommen. Im Anschluss an das Mittagessen in der schuleigenen Kantine besuchte die Delegation die Ausbildungsfirma Mannstaedt in Troisdorf um weitere Informationen über die Ausbildung im dualen System zu erhalten. 

Es ist wieder soweit: Unsere nächste DKMS-Registrierungsaktion steht an! Gemeinsam besiegen wir Blutkrebs!

Wusstest du schon? An unserer Schule haben sich bisher 1.247 Schüler:innen als potenzielle Stammzellspender:innen registriert – 22 von ihnen haben inzwischen bereits tatsächlich Stammzellen gespendet und einem betroffenen Menschen die Hoffnung auf ein zweites Leben geschenkt!

In den nächsten Wochen kommen wir zu dir in den Unterricht und informieren über die Stammzellspende. Die ersten Infovorträge zum Thema Blutkrebs und Stammzellenspende mit anschließender (freiwilliger) Registrierung starten Montag und Dienstag. Nach den Ferien geht es weiter.

Du bist gesund und mindestens 17 Jahre alt? Dann kannst du dich im Anschluss an die Infoveranstaltung als potenzielle:r Stammzellspender:in registrieren lassen und vielleicht bald ein Leben retten. Eine Spende ist ab 18 Jahren möglich. Worauf warten? Lass uns wieder neue Lebenschancen schaffen!

Erste-Hilfe-Kurs für Lehrkräfte

von Eva Dernóczi

Am 12. März 2026 fand am Carl-Reuther-Berufskolleg erneut der zweijährliche Erste‑Hilfe‑Grundkurs für das Kollegium statt. In einer ganztägigen Fortbildung vermittelte uns unser Kollege Torsten Fuchs praxisnahes Wissen, das im Schulalltag unverzichtbar ist – sowohl für Lehrkräfte als auch für alle Mitarbeitenden. Torsten Fuchs ist seit ca. 20 Jahren Rettungssanitäter und seit seinem 30. Lebensjahr bereits „Erste‑Hilfe‑Ausbilder“ beim Deutschen Roten Kreuz. In unserem Kolleg ist er der Sicherheitsbeauftragter für den Bereich Erste Hilfe. Wir alle waren und sind daher froh, dass er uns regelmäßig schult. Bereits im Vorfeld zeigte das große Interesse, wie wichtig diese Auffrischung für viele war. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen nahmen teil, um ihre Kenntnisse aufzufrischen, zu erweitern, praktische Abläufe zu üben und wieder mehr Sicherheit für den Ernstfall zu gewinnen.

Warum die Schulung so wichtig ist

Nach einer herzlichen Einleitung teilte uns Torsten Fuchs in Kleingruppen ein. Wir erhielten unterschiedliche Fallkarten, auf denen verschiedene Verletzungen beschrieben waren. Einer aus der Gruppe war der Verletzte und die anderen sollten ihn mit Materialien aus dem Erste-Hilfe-Kasten versorgen – zum Beispiel mit einer Wundauflage, einer Mullbinde oder einem Pflaster. Die Verletzungen reichten von einem verletzten Daumen über eine Wunde an der Handfläche bis hin zu einer Platzwunde am Kinn. Zum Abschluss stellte jede Gruppe ihre Ergebnisse vor, die natürlich zum Teil auch sehr lustig aussahen. Torsten Fuch gab dann sein professionelles Feedback zu unserer Wundversorgung. Wir merkten schnell, dass Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßige Wiederholung erfordern – nicht nur, um Abläufe zu verinnerlichen, sondern auch, weil sich Richtlinien immer wieder verändern. Genau das wurde zum Beispiel deutlich, als wir über das Thema Wiederbeatmung sprachen.

Reanimationsmaßnahmen müssen schnell und routiniert erfolgen

Die Beatmung ist zum Beispiel bei Atemstillstand für Laien als Reanimationsmaßnahme inzwischen nicht mehr verpflichtend, aber sinnvoll. Entscheidend für die Soforthilfe ist vor allem die Herzdruckmassage, nachdem man ca. 10 Sekunden die Atmung überprüft hat. Diese soll man fortführen, bis der Rettungsdienst übernimmt bzw. die Person wieder normal atmet oder ein AED (Defibrillator) eintrifft und angewendet wird. Auch dieses Gerät konnten wir alle einmal testen, um im Notfall zu wissen, wo die Elektroden am Körper anzubringen sind. Außerdem erhielten wir eine Einführung in die neuen Wiederbelebungspuppen, die zukünftig sogar im Unterricht von den Schülern eingesetzt werden können.

Üben stärkt Sicherheit

Für viele Teilnehmende war der Kurs eine wertvolle Gelegenheit, Abläufe praktisch auszuprobieren – vom Notruf über stabile Seitenlage bis hin zu Herz‑Druck‑Massage. Der Austausch unter den Kolleginnen und Kollegen, wie auch das gemeinsame Training, machten die Fortbildung lebendig und praxisnah. Gerade im schulischen Alltag, in dem viele Menschen zusammenkommen und immer wieder unerwartete Situationen auftreten können, bietet ein sicherer Umgang mit Notfällen ein wichtiges Gefühl der Handlungskompetenz.

Dank an alle Beteiligten

Ein besonderer Dank gilt dem durchführenden Kollegen, der mit viel Erfahrung und Engagement durch den Tag führte. Dank seiner anschaulichen Erklärungen und der praxisorientierten Übungen fühlten sich am Ende viele deutlich sicherer. Wir freuen uns schon auf den nächsten „Erste‑Hilfe‑Tag“ – und sind bis dahin gut vorbereitet.

Einführung der Metallbauer in die Schmiede

Kürzlich erhielten die Metallbauer im zweiten Ausbildungsjahr einen kleinen Grundschmiedekurs in der schuleigenen Schmiede. Nach einer Sicherheitsunterweisung wurde als erster Schmiedevorgang aus einem Stück Rundstahl eine viereckige Spitze gefertigt. Dies erforderte erhebliche Hitze und viele Hammerschläge.  

Die nächste Aufgabe bestand darin, einen Knoten zu schmieden, was mehrere Arbeitsschritte erforderte. Zunächst musste ein dünner Rundstab mit Hilfe eines Biegehorns in eine U-Form gebogen werden. Daraufhin haben die Auszubildenden aus dem U eine Schlaufe geschmiedet. Anschließend wurde das eine Ende durch die Schlaufe gezogen und der Knoten am Schraubstock gestreckt und zugezogen.  

Als letzter Schritt wurde ein Ende des Knotens platt geschmiedet und eine Bohrung vorgenommen, damit der Knoten an einem Schlüsselanhänger angebracht werden konnte.  

Ziel war es den Schülern die faszinierende Welt der Warmverarbeitung und damit die Wurzel ihres Berufes zu zeigen.