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Schlagwort: berufsschule

Erfolgreicher Start der Höheren Berufsfachschule Technik

von Eva Dernóczi

Methodentage stärken den Zusammenhalt

„Am Anfang waren alle noch recht unsicher, aber durch die Spiele konnten wir schnell miteinander reden“, berichtet der 17-jährige Albaraa (TH26B). Zum ersten Mal fanden im Schuljahr 2026/27 für alle fünf Klassen der Höheren Berufsfachschule Technik eigene Kennenlern- und Methodentage statt. Vorbereitet wurden die beiden Tage von Corinna Panothiokas, Wenzel Michalk und Klaus Köhne. Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern einen gelungenen Start in ihre gemeinsame Schulzeit zu ermöglichen, erste Kontakte zu knüpfen und die Grundlage für eine vertrauensvolle Klassengemeinschaft zu schaffen. Auch Ilja (17, TH26B) zeigte sich überzeugt: „Die Lehrer haben damit direkt am Anfang die Klassengemeinschaft gestärkt.“ Ein abwechslungsreiches Programm aus Team- und Kooperationsaufgaben bildete den Schwerpunkt des ersten Tages. Am zweiten Tag standen Methoden zum erfolgreichen Lernen im Mittelpunkt. Gemeinsam wurden Strategien zur Wochenplanung und Lernorganisation erarbeitet. Darüber hinaus trainierten die Schülerinnen und Schüler ihr Textverständnis durch das Lesen, Strukturieren und Markieren von Texten.

Kennenlernen durch Teamarbeit

Zahlreiche Kennenlernaktivitäten boten Gelegenheit zum Austausch. Svea (18, TH26B) fand dies besonders sinnvoll, „weil man so schnell miteinander ins Gespräch kam“. Durch vielfältige Aufgaben und Gesprächsanlässe lernten sich die Schülerinnen und Schüler auf spielerische Weise besser kennen und entdeckten gemeinsame Interessen. Auch Alex (17, TH26B) zog ein positives Fazit: „Wir haben schnell gemerkt, was wir gemeinsam haben.“ Besonders die Arbeit in wechselnden Kleingruppen förderte den Austausch und erleichterte das gegenseitige Kennenlernen. Zu den Höhepunkten gehörten die Team-Challenge „Flussüberquerung“ mit kleinen Matten sowie der „Brückenbau“ aus unterschiedlichen Materialien. Beide Aufgaben erforderten Kommunikation, gegenseitige Unterstützung und gemeinsames Planen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig Zusammenhalt, Kreativität und Durchhaltevermögen für den gemeinsamen Erfolg sind.

Wünsche und Ziele für die kommenden zwei Jahre

Ein weiterer Programmpunkt richtete den Blick auf die Zeit am Carl-Reuther-Berufskolleg. Die Schülerinnen und Schüler formulierten ihre Wünsche, Erwartungen und Ziele für die kommenden zwei Schuljahre. Gemeinsam wurde anschließend darüber gesprochen, wie jede und jeder Einzelne zu einem positiven Klassenklima, respektvollen Miteinander und erfolgreichem Lernen beitragen kann.

Dabei entstanden zahlreiche Ideen und Vereinbarungen, die den Grundstein für die weitere Zusammenarbeit legen. Die Rückmeldungen fielen durchweg positiv aus. Viele nutzten die Gelegenheit, Berührungsängste abzubauen, neue Kontakte zu knüpfen und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler bereits vor dem eigentlichen Unterrichtsalltag näher kennenzulernen. Für den 19-jährigen Maxim (BH26A) war genau das besonders wichtig: „Mir hat gefallen, dass die Spiele uns ermöglicht haben, uns schnell kennenzulernen. Das hat die Stimmung direkt aufgelockert.“ Mit vielen neuen Eindrücken, ersten Freundschaften und einer großen Portion Teamgeist starten die fünf Klassen nun in ihre gemeinsame Schulzeit. Die Kennenlern- und Methodentage haben gezeigt: Ein guter Start ist die beste Grundlage für erfolgreiches Lernen und Zusammenarbeiten.

Feierliche Lossprechung der Dachdecker am 16. Juli

Am 16. Juli fand die feierliche Lossprechung unserer frisch gebackenen Dachdeckergesellen statt. Es war eine sehr schöne und stimmungsvolle Veranstaltung, bei der die erfolgreichen Absolventen und ihr besonderer Meilenstein im Mittelpunkt standen.

Nach einer erfolgreichen Prüfungszeit konnten die jungen Dachdecker ihren wohlverdienten Gesellenbrief entgegennehmen. Besonders erfreulich waren die diesjährigen Prüfungsergebnisse: Die Durchfallquote war so niedrig wie schon lange nicht mehr. Dies unterstreicht einmal mehr die hohe Qualität der Ausbildung und den großen Einsatz der Auszubildenden während ihrer Lehrzeit.

Zur Feier hatte die Dachdecker-Innung zu einem gemeinsamen Essen eingeladen. Neben den frisch gebackenen Gesellen waren auch ihre Eltern, Freunde  und Ausbilder anwesend. So bot sich die Gelegenheit, diesen besonderen Tag gemeinsam zu feiern und die Leistungen der jungen Fachkräfte gebührend zu würdigen.

Die erfolgreiche Ausbildung ist nicht nur eine persönliche Leistung der Gesellen, sondern auch das Ergebnis der Unterstützung und Begleitung durch ihre Ausbildungsbetriebe, Schule, Ausbilder und Familien. Ihnen allen gilt daher ebenfalls ein herzlicher Dank für ihren Beitrag zum erfolgreichen Abschluss der Ausbildung.

Mit der Übergabe der Gesellenbriefe beginnt für die jungen Dachdecker nun ein neuer Abschnitt ihres Berufslebens. Sie haben in ihrer Ausbildungszeit wertvolle Erfahrungen gesammelt und sich eine solide Grundlage für ihre weitere berufliche Zukunft geschaffen.

Wir gratulieren allen frisch gebackenen Dachdeckergesellen ganz herzlich zu ihrem erfolgreichen Abschluss und wünschen ihnen für ihren weiteren beruflichen und persönlichen Weg viel Erfolg, Freude am Handwerk und stets gutes Gelingen!

Job Shadowing in Dänemark – Lernen über Grenzen hinweg

von Hanna Wierschem

Pause ist wirklich Pause, Fehler gehören zum Lernen und Lehrkräfte dürfen sich aufs Unterrichten konzentrieren – wie sieht Lehrer*innenalltag in Dänemark aus? Im Rahmen unserer Erasmus-Partnerschaft bot ein Job Shadowing an unserer dänischen Partnerschule Herningsholm die Gelegenheit, genau das herauszufinden.

Auf den ersten Blick läuft in Herningsholm vieles ähnlich wie am Carl-Reuther-Berufskolleg: Junge Menschen lernen einen Beruf, Lehrkräfte begleiten sie auf ihrem Weg und in den Werkstätten wird geplant, ausprobiert und praktisch gearbeitet. Doch schon nach kurzer Zeit wurden Unterschiede sichtbar – manche überraschend, andere nachahmenswert.

Lernen heißt auch, Fehler machen zu dürfen

Besonders spannend war der Blick in den Unterricht. Die beobachteten Unterrichtsstunden waren konsequent problem- und handlungsorientiert gestaltet. Die Lernenden erhielten Raum, eigene Lösungswege zu entwickeln, auszuprobieren – und dabei auch Fehler zu machen.

Bemerkenswert war, mit welcher Gelassenheit sowohl die Lernenden als auch die Lehrkräfte mit diesen Fehlern umgingen. Nicht die schnelle richtige Lösung stand im Mittelpunkt, sondern der Weg dorthin. Es wurde ausprobiert, verändert und weitergearbeitet, bis das Ergebnis zufriedenstellend war. Fehler wurden dabei nicht als Scheitern verstanden, sondern als selbstverständlicher Teil des Lernprozesses.

Ein anderer Blick auf die Aufgaben von Lehrkräften

Während des Job Shadowings durfte ich Lisbeth begleiten. Als Schulbereichsleiterin ist sie für sechs unterschiedliche Berufsgruppen verantwortlich. Anders als vergleichbare Funktionsstellen bei uns unterrichtet sie jedoch nicht. Ihr Arbeitsalltag konzentriert sich vollständig auf die Aufnahme, Verwaltung, Beratung und Begleitung der Schüler*innen. Sie führt Interviews mit allen Bewerber*innen.

Dabei arbeitet sie eng mit den Lehrkräften und Förderpädagog*innen zusammen und sorgt dafür, dass die Lernenden die Unterstützung erhalten, die sie benötigen. Für die Lehrkräfte bedeutet diese klare Aufgabenverteilung vor allem eines: Sie können sich auf ihre pädagogische Kernaufgabe – das Unterrichten und Begleiten von Lernprozessen – konzentrieren. Klassische Verwaltungsaufgaben gehören nicht zu ihrem Tätigkeitsbereich.

Arbeitszeit ist Arbeitszeit – und Pause ist Pause

Auch der Umgang mit Arbeitszeit fiel während des Aufenthalts auf. Während in Deutschland immer wieder über die Erfassung der Arbeitszeit von Lehrkräften diskutiert wird, gehört diese in Dänemark längst zum beruflichen Alltag. Arbeitszeiten werden dokumentiert und geleistete Überstunden durch Freizeit ausgeglichen.

Passend dazu wird auch die Grenze zwischen Arbeits- und Erholungszeit sehr bewusst gezogen. „Wenn Pause ist, ist Pause“ – dieser Grundsatz wird in Herningsholm tatsächlich gelebt. In der Pause wird nicht noch schnell etwas vorbereitet, eine organisatorische Frage geklärt oder die nächste Aufgabe erledigt. Die Pause dient der Erholung und dem gemeinsamen Austausch, beruflich, aber hauptsächlich auch über private Angelegenheiten.

Was zunächst wie eine kleine Besonderheit des dänischen Schulalltags erscheint, hinterlässt einen bleibenden Eindruck: Arbeitszeit und Erholungszeit werden klar voneinander getrennt – und beides hat seinen festen Platz im Schultag.

Prüfungen: landesweit vergleichbar

Ein weiterer interessanter Einblick ergab sich in der Ausbildung zu/zur Maurer*in. Carsten, der dort als Werkstattlehrer arbeitet und auch schon mit Maurerazubis Hennef besucht hat, erklärte das dänische Prüfungssystem. Zum Abschluss des Schuljahres können Übungs- und Prüfungsaufgaben aus einem nationalen Aufgabenpool abgerufen werden. Dadurch sind die Anforderungen stärker standardisiert und über verschiedene Schulen hinweg vergleichbar.

Gerade im Austausch über solche Strukturen wurde deutlich, wie wertvoll ein Job Shadowing ist: Es geht nicht darum, herauszufinden, welches Schulsystem „besser“ ist. Vielmehr ermöglicht der Blick über die Grenze, vertraute Abläufe neu zu betrachten, andere Lösungswege kennenzulernen und die eigene schulische Praxis zu reflektieren.

Mit neuen Eindrücken zurück nach Hause

Das Job Shadowing in Dänemark war deshalb weit mehr als ein Blick in eine andere Schule. Es war eine Gelegenheit, den eigenen Schulalltag einmal mit anderen Augen zu sehen.

Und vielleicht ist genau das der größte Gewinn eines europäischen Austauschs: zu entdecken, was uns verbindet, neugierig auf Unterschiede zu bleiben und voneinander zu lernen.

Tak for denne gang, Herningsholm – und hoffentlich auf ein baldiges Wiedersehen!

Exkursion des Schulbereichs Holz- und Gestaltungstechnik 

Vom 2. bis 3. Juli unternahm das Kollegium des Schulbereichs Holz- und Gestaltungstechnik eine zweitägige Exkursion nach Münster zur fachlichen Weiterbildung. Erste Station war die Akademie für Gestaltung der HWK Münster, wo das Team inspirierende Einblicke in innovative Designkonzepte und moderne Weiterbildungsmöglichkeiten erhielt. Am zweiten Tag stand ein Besuch beim Farben- und Lackhersteller Brillux im Mittelpunkt. Neben einer umfassenden Werksführung durch die Produktion informierten sich die Lehrkräfte dort intensiv über die vielfältigen Programme zur Nachwuchsförderung der Brillux Akademie – wie etwa die Ausbildungspartnerschaften, digitale Lernwelten und spezielle Talent-Foren für junge Auszubildende. Mit wertvollen Impulsen für den Unterricht und neuen Ideen für die Förderung der eigenen Schülerinnen und Schüler ging es schließlich zurück nach Hause.

Lossprechung der TischlerInnen in Siegburg 

Am 26.07.2026 konnten bei bestem Sommerwetter 54 Tischlerinnen und Tischler von ihren Ausbildungsverpflichtungen „losgesprochen“ werden. Die traditionsreiche Veranstaltung fand im Stadtmuseum Siegburg statt. Hier konnten die jungen Tischlerinnen und Tischler nicht nur in einem würdigen Rahmen ihre Gesell*innenbriefe entgegennehmen, sondern sie konnten auch ihre Gesell*innenstücke präsentieren.  

Als Arbeitsprobe 2 ist von jedem Prüfling ein individuelles Erzeugnis aus der Tischlerei herzustellen. In diesem Jahr waren es viele Schreibtische und Sideboards, aber auch ausgefallenere Sachen wie eine Sitzbank, ein Bücherkubus und eine stilvolle Innentür für ein Fachwerkhaus. Zahlreiche Preise konnten vergeben werden. Dabei sorgte die Hitze des Tages noch für eine gesteigerte Spannung.  

Prämiert wurden das beste Design (Gute Form), das nachhaltigste Stück und die beste Prüfungsleistung. Neu war in diesem Jahr die Prämierung des Publikumslieblings. Ein Preis der auf Initiative der Auszubildenden ausgelobt wurde. Siegerzeichen hierfür waren Pokale, die die Auszubildenden selber im CNC-Unterricht entworfen und gelasert hatten. 

Allen Junggesellinnen und Junggesellen einen herzlichen Glückwunsch von ihren Lehrerinnen und Lehrern für die tollen Leistungen und alles Gute für die Zukunft.