In der letzten Woche sind die Schülerinnen und Schüler der Höheren Berufsfachschule aller Fachrichtungen in ihre Abschlussprüfungen gestartet. Die Prüfungen in Deutsch und Englisch wurden bereits absolviert. In dieser Woche stehen die letzten Prüfungen an: das berufsbezogene Schwerpunktfach sowie Mathematik. Wir wünschen allen Prüflingen weiterhin viel Erfolg, Konzentration und das nötige Quäntchen Glück für die bevorstehenden Prüfungen! 🍀📚
Die Klassen MD24A und MD25A aus dem Schulbereich Metalltechnik unternahmen am 21.Mai gemeinsam einen spannenden Klassenausflug zur Firma GKN in Bonn. Dort bekamen wir interessante Einblicke in die Herstellung von Sinterteilen für die Automobilindustrie und konnten beobachten, wie massive Metallteile aus Metallstaub gepresst werden.
Besonders beeindruckend war auch der moderne Metall-3D-Druck, bei dem zum Beispiel Kupferteile für die Kühlung von KI-Prozessoren hergestellt werden. Die Führung war sehr informativ und zeigte uns moderne Technologien aus der Industrie.
Nach dem Besuch bei GKN machten wir gemeinsam eine Wanderung durch das schöne Siebengebirge. Der Ausflug war für alle ein besonderes Erlebnis und hat uns viel Spaß gemacht.
Das von der EU geförderte Erasmus+ Programm ermöglicht Schülerinnen und Schülern des Carl-Reuther-Berufskollegs regelmäßig die Teilnahme an internationalen Gruppenmobilitäten. Bereits vor der Covid-Pandemie bestand eine Partnerschaft mit der Berufsschule Eduko in Kouvola (Finnland). Um diese Zusammenarbeit wieder aufleben zu lassen, unternahmen Herr Buchholz und Herr Merchant im Zeitraum vom 26.04. bis zum 29.04.2026 einen viertägigen vorbereitenden Besuch vor Ort. Die durch Erasmus+ geförderte Reise diente insbesondere der Planung zukünftiger Austauschmaßnahmen für Schülerinnen und Schüler der Höheren Berufsfachschule Elektrotechnik und IT.
Vor Ort wurden die Kolleginnen und Kollegen herzlich empfangen. Frau Kantanen, Erasmus+-Koordinatorin der Eduko-Schule, gab Einblicke in die organisatorischen Strukturen der Einrichtung und stellte mögliche Freizeit- und Rahmenprogramme für zukünftige Austauschgruppen vor. Der Experte im Bereich Elektrotechnik und Embedded Systems Herr Koskinen führte die Gäste durch die modernen Elektrotechnik- und IT-Abteilungen der Schule. Besonders beeindruckend war der stark praxisorientierte Unterricht: Anders als in Deutschland findet die berufliche Ausbildung überwiegend in der Schule statt. Hier steht das projektorientierte Arbeiten und ein praktischer Unterricht in realistisch ausgestatteten Lernwerkstätten im Mittelpunkt. Die Gespräche mündeten in der konkreten Planung eines Schüleraustauschs für das Frühjahr 2027, an dem jeweils sechs bis acht Lernende beider Schulen teilnehmen sollen.
Ein weiterer Bestandteil des Besuchs war das Ausprobieren kultureller Aktivitäten, die später auch den Schülerinnen und Schülern angeboten werden können. Dazu gehörten unter anderem Shopping regionaler Spezialitäten, der Besuch des Arboretum Mustila und Public Viewing eines Eishockeyspiels. Darüber hinaus gab es eine Wanderung rund um den malerischen Käyrälampi-See mit anschließendem Saunabesuch. Außerdem wurden zahlreiche weitere Freizeitmöglichkeiten in Aussicht gestellt, darunter Kanufahren, Angeln, Besuche im Hockeystadion und Ausflüge in einen Freizeitpark oder in einen großen Nationalpark.
Der Besuch hat gezeigt, dass die Partnerschaft zwischen dem Carl-Reuther-Berufskolleg und Eduko Kouvola enormes Potenzial für zukünftige Austauschprogramme birgt.
Zum baldigen Abschluss ihrer mittleren Reife durfte unsere VC25A noch einmal gemeinsam einen ganz besonderen Tag erleben. Es ging ins Phantasialand, wo die Schülerinnen und Schüler verschiedene gastronomische Konzepte von der Atmosphäre bis hin zu kulinarischen Ideen unter die Lupe nahmen. Dabei stand diesmal jedoch nicht das Lernen im Mittelpunkt, sondern vor allem das gemeinsame Erlebnis.
Trotz des kalten Wetters war die Stimmung super. Es wurde viel gelacht, gemeinsam gegessen und natürlich durfte auch eine Portion Adrenalin nicht fehlen. Besonders die gemeinsame Fahrt mit der Achterbahn Taron bleibt sicher noch vielen lange in Erinnerung.
Ein Highlight eines tollen Schuljahres und ein schöner Moment, um das Klassengefüge noch einmal zu stärken, bevor für viele in ein paar Wochen ein neuer Lebensabschnitt beginnt.
Eine unserer Tischler-Klassen der Mittelstufe (HT24A) erhielt am 12. Mai 2026 Besuch vom Sozialpsychiatrischen Zentrum (SPZ). Die Veranstaltung fand statt, um das Bewusstsein für psychische Gesundheit zu vertiefen und deutlich zu machen, wie wichtig ein unterstützender und verständnisvoller Umgang mit Betroffenen ist. „Das ist gut, dass wir diese Themen im Religionsunterricht durchnehmen, egal ob mit Expertinnen oder als Unterrichtsreihe, weil so Betroffene wissen, dass sie sich nicht schämen müssen und Hilfe erhalten können.“, so die 38-jährige Jenny-Carina Osmialowski (HT24A). Die beiden Referierenden, Martin Schmidt, Leiter des Fachbereichs Sozialpsychiatrisches Zentrum, und Lisa Heuser, Teamleiterin im SPZ mit Schwerpunkt in der Beratung und Unterstützung von Betroffenen, informierten die Schülerinnen und Schüler über ihre Arbeit und klärten über psychische Erkrankungen auf. Das SPZ der Diakonie mit seinen Standorten in der Emil-Müller-Straße 6 sowie in der Poststraße 91 in 53840 Troisdorf bietet Unterstützung für Menschen mit psychischen Erkrankungen und deren Angehörige. Ziel ist es, Betroffene im Alltag zu begleiten, ihre Lebensqualität zu verbessern und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.
Was sind psychische Erkrankungen?
Zu Beginn der Unterrichtseinheit stellten die Referierenden eine zentrale Frage in den Raum: „Welche psychischen Erkrankungen gibt es?“ Die Schülerinnen und Schüler brachten ihr vorhandenes Wissen ein, bevor das Thema durch einen kurzen Film vertieft wurde. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig psychische Erkrankungen sind. Thematisiert wurden unter anderem: Angststörungen, Zwangserkrankungen, Depressionen, Schizophrenie, Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS).
Ein zentraler Fakt verdeutlichte die Bedeutung des Themas. Denn mehr als eine Milliarde Menschen weltweit leiden laut der World Health Organisation (2025) an psychischen Erkrankungen.
Einblick in Symptome und Ursachen
Im weiteren Verlauf erklärten Lisa Heuser und Martin Schmidt anschaulich, dass sich die Symptome psychischer Erkrankungen stark unterscheiden können. Sie reichen von anhaltender Traurigkeit und Antriebslosigkeit über Angstzustände bis hin zu Wahrnehmungsveränderungen oder zwanghaften Gedanken und Handlungen. Besonderes Interesse zeigte die Klasse bei der Frage: „Woher kommen psychische Erkrankungen?“ Die Referierenden machten deutlich, dass es keine einzelne Ursache gibt, sondern meist mehrere Faktoren zusammenwirken. Dazu gehören: Biologische Faktoren wie Veränderungen im Gehirn oder ein Ungleichgewicht von Botenstoffen (z. B. Serotonin- oder Dopaminmangel), Genetische Veranlagung, Belastende Lebensereignisse oder Schicksalsschläge, Drogenkonsum, Individuelle Vulnerabilität, also eine erhöhte persönliche Anfälligkeit. Die Herausforderung bei psychischen Erkrankungen ist oft, dass man sie nicht sieht und – anders als bei körperlichen Beschwerden – die Behandlungsmöglichkeiten oft unbekannt sind (Therapie, Klinikaufenthalte, medikamentöse Behandlung, Prävention, Stabilisierung). Die Arbeitsbereiche des SPZ wurden vorgestellt, z.B. der „Ambulant aufsuchender Dienst“, Beratung für Betroffene und Angehörige, Vermittlung von Hilfsangeboten, Gruppenangebote und soziale Aktivitäten, Krisenhilfe, Tagesstruktur und Beschäftigung. Ziel: Unterstützung für ein selbstständiges und stabiles Leben.
Offen sprechen – Vorurteile abbauen
Ein besonders wichtiger Aspekt des Besuchs war der offene Umgang mit psychischen Erkrankungen. Die Referierenden ermutigten die Schülerinnen und Schüler, Fragen zu stellen, Unsicherheiten anzusprechen und Vorurteile zu hinterfragen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig Aufklärung ist, um Berührungsängste abzubauen und Betroffene nicht zu stigmatisieren. Die Schülerinnen und Schüler erhielten nicht nur Informationen, sondern auch einen Einblick in die praktische Arbeit des Sozialpsychiatrischen Zentrums in Troisdorf, Lohmar und Niederkassel. Die Veranstaltung trug dazu bei, Sensibilität für das Thema psychische Gesundheit zu fördern und zeigte, wie wichtig Unterstützung und Verständnis im Umgang mit Betroffenen sind.
In bewährter Tradition fand die feierliche Lossprechung der Metallbauer auch in diesem Jahr im besonderen Rahmen einer Schiffsfahrt auf dem Rhein statt. Die Veranstaltung der Innung für Metalltechnik Bonn/Rhein-Sieg führte die Absolventinnen und Absolventen am 27. April 2026 an Bord der Filia Rheni zusammen, um den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung feierlich zu würdigen.
Vom Carl-Reuther-Berufskolleg erhielten insgesamt 34 Prüflinge ihren Gesellenbrief, davon 32 mit dem Schwerpunkt Konstruktionstechnik sowie 2 im Bereich Gestaltung. Mit dem erfolgreichen Bestehen ihrer Prüfung tragen sie nun mit Stolz den Titel Gesellinnen und Gesellen.
Im Verlauf der Feierlichkeiten richtete Obermeister Herbert Köchner anerkennende Worte an die frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen und würdigte deren Engagement, Ausdauer sowie ihre fachliche Kompetenz. Seitens des Carl-Reuther-Berufskollegs sprach Herr Torsten Fuchs als Vertreter der Schule und betonte die Bedeutung der dualen Ausbildung sowie die hervorragenden Zukunftsperspektiven im Handwerk.
Begleitet von bestem Wetter und einer eindrucksvollen Kulisse entlang des Rheins wurde die Lossprechung zu einem unvergesslichen Ereignis. Die gelungene Verbindung aus Tradition, Gemeinschaft und festlicher Atmosphäre unterstrich die besondere Bedeutung dieses Meilensteins im beruflichen Werdegang der Absolventinnen und Absolventen.
Wir gratulieren allen Gesellinnen und Gesellen herzlich zur bestandenen Prüfung und wünschen ihnen für ihren weiteren Lebens- und Berufsweg alles erdenklich Gute sowie viel Erfolg.