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Autor: Marc Wintersohle

Für mein Leben gern – HLZ.HND.WRK

… unter diesem Motto lief das diesjährige Projekt zum Kleinen Gesellenstück der Tischler-Mittelstufen HT24A+B.

Was mache ich ‚für mein Leben gern‘ und was für ein Möbelstück benötige ich dafür? – diese Frage stellten sich die Auszubildenden im zweiten Lehrjahr seit Mitte Dezember. Hieraus gingen zunächst erste Ideen und bald darauf konkrete Entwürfe hervor. Ab Januar ging es dann um die Planung der handwerklichen Realisierung – nicht umsonst wird das Holzhandwerk im Motto als wichtige Komponente hervorgehoben: eine handwerklich hochwertige Umsetzung diente der Vorbereitung auf die praktische Zwischenprüfung und die Gesellenprüfung im kommenden Jahr.

Schallplatten sammeln, Musik hören und selbst machen, Rollentraining auf dem Rennrad, einen chinesischen Tee oder die Kaffeepause genießen, Schmuck und andere Lieblingsobjekte präsentieren – all diese unterschiedlichen Leidenschaften werden durch die selbst gefertigten Kleinmöbel ermöglicht und machen nun noch mehr Freude.

Zwei Wochen lang lief die Ausstellung der fertigen Kleinmöbel in der Aula des CRBK und fand viel Resonanz seitens der Mitschüler*innen und Kolleg*innen; es kam sogar zu Kaufangeboten – ein sicheres Zeichen dafür, dass man sich mit der Ausbildung zur Tischler*in auf einem guten Weg in Richtung Zukunft befindet.

Schokoladiger Ferienstart in Köln! 🍫🐰

Kurz vor den Osterferien haben wir (VA25A) das Schokoladenmuseum besucht. Neben Osterhasen gab es vor allem spannende Insights zu nachhaltigem und fairem Kakaoanbau. 🌍🌱

Ein gelungener Mix aus Praxis und Theorie zum Abschluss der Unterrichtsreihe zu Nachhaltigkeit.

Wir wünschen allen Schülern und Lehrkräften erholsame Ferien!

Feriengruß

Liebe Schulgemeinschaft des CRBK!
Wir wünschen allen erholsame Osterferien!

Zukunft bauen: Passivhaus trifft Beton

Mitte März bildeten wir Lehrkräfte des Schulbereichs Bautechnik uns erneut praxisnah fort. Im Mittelpunkt der Fortbildung in Heidelberg stand das Thema „Passivbauweise versus Beton pur“.

Führung durch die Passivhaus-Siedlung

Frau Panzini vom Heidelberger Stadtmarketing führte uns durch eine der weltweit größten Passivhaus-Siedlungen. Auf einer Fläche von rund 116 Hektar entstehen dort etwa 3.700 Wohneinheiten für circa 6.800 Menschen. Einige von uns fanden die verdichtete Bauweise der Passivhäuser städtebaulich gelungen, andere konnten sich nicht vorstellen, so beengt zu wohnen.

Schulung bei der Betotech GmbH

Der Schwerpunkt der Fortbildung war die Schulung am folgenden Tag. Der Betonspezialist Nils Tobe von der Betotech GmbH gab uns fundierte Einblicke in die Entstehung von Schäden an Betonbauwerken, von Rissen und Abplatzungen über Lunker (kleine Hohlräume) bis hin zur Korrosion der Bewehrung.

Wir mussten selbst aktiv werden: Durch das Anheben von Probewürfeln konnten wir direkt erfahren, warum Strahlenschutzbeton (der Stahlkugeln enthält) deutlich schwerer ist als herkömmlicher Beton. Wir lernten auch verschiedene Prüfverfahren kennen, darunter den Rückprallhammers und die Humm-Sonde zur Qualitätskontrolle von Beton und das magnetinduktive Detektionssystem (Ferroscan) zur Ermittlung von Lage, Tiefe und Durchmesser der Bewehrung in Betondecken. Das ist wichtig, um die Standfestigkeit eines Gebäudes zu prüfen.

Bauzeichner und künftige Bautechnische Konstrukteure müssen Bewehrungslagen in Betonbauteile einzeichnen, Maurer müssen Bewehrungen einbringen, Dachdecker decken Betondachsteine: Klar wurde anhand der analysierten Schadensbilder, wie wichtig sorgfältiges Arbeiten in allen Bauberufen ist.

Neue Technologien im Unterricht

Vieles von dem neu gewonnenen Wissen werden wir direkt in den Bautechnik-Unterricht einbringen, insbesondere die Bedeutung der richtigen Zusammensetzung moderner Betonzusatzstoffe. Ein anschauliches Beispiel ist Carbonfaserbeton, der mit Carbonfasern verstärkt wird und spezielle Zemente erfordert, um hohe Festigkeit bei geringem Gewicht zu erreichen. Diese Zemente werden unter anderem von Heidelberg Materials hergestellt. Erst seit der Einweihung des Forschungsgebäudes CUBE in Dresden im Jahr 2022 wird Carbonbeton verstärkt in der Bauwirtschaft eingesetzt. Auch für uns Lehrkräfte gab es einiges Neues zu lernen.

Kultureller Ausklang

Am Abend gab es eine architektonische Stadtführung durch das historische Heidelberg. Spannend war der Kontrast zwischen hochtechnischen modernen Betonwerkstoffen und dem kulturellen Erbe der Stadt, die von schönem Buntsandstein geprägt ist.

Was für ein Auftakt für die DKMS-Aktion am CRBK!

Schon 66 Registrierungen – ihr seid unglaublich!

Nach den Osterferien geht’s weiter – jede einzelne Registrierung kann Leben retten.
Danke an alle, die schon dabei sind!

Ehemaliger Schüler berichtet von seiner Offizierslaufbahn

Von Eva Dernóczi

Oscar begann nach seinem Abitur, das er 2023 bei uns ablegte, seine Offizierslaufbahn bei der Marine. Nun steht er kurz davor Leutnant zu werden. Zu Beginn seines Vortrags stellte er sich vor: Er ist 22 Jahre alt, stammt aus Siegburg und lebt heute in München, wo er im Rahmen seiner militärischen Ausbildung studiert. Seine Zuhörerschaft bestand aus vielen Schülerinnen und Schülern der unterschiedlichen Bildungsgänge der HBFS-Klassen, die bei uns ein Fachabitur absolvieren, es kamen aber auch Schüler der Klassen des beruflichen Gymnasiums zu seinem Vortrag. Drei seiner ehemaligen Mitschüler, Arne, Ben und Tassilo, waren auch als Gäste dabei und berichteten auch kurz über ihre Studiengänge (Elektrotechnik und Maschinenbau).

Köln – Flensburg

Oscar berichtete davon, wie sein Weg im Assessment-Center in Köln begann. Dort absolvierte er die umfangreichen Eignungsprüfungen, bevor er an die Marineschule Mürwik in Flensburg wechselte. Besonders spannend war für die Schüler zu hören, dass Offiziersanwärter der Marine, des Heeres und der Luftwaffe unterschiedliche Ausbildungsorte haben – etwa die Offizierschule der Luftwaffe in Roth bei Nürnberg oder die Offiziersschule des Heeres in Dresden. Einen guten Einblick erhielten die Lernenden auch in Oscars Motivation: Die Bundeswehr biete vielfältige berufliche Perspektiven, hervorragende Ausbildungsmöglichkeiten und ein gesichertes Einkommen. Besonders überzeugend schilderte er die Kameradschaft, die man im militärischen Alltag erfahre. Ebenso hob er die Vorteile des Studiums hervor: kleine Seminargruppen, direkte Betreuung, kostenlose Studienmaterialien und ein festes Gehalt ab dem ersten Tag.

Sein Studium in München

Oscar studiert derzeit an der Universität der Bundeswehr Staats- und Sozialwissenschaften in München. Dass die Bundeswehr ein breites Spektrum an Studiengängen anbietet – von Ingenieurwissenschaften über IT bis zur Medizin an externen Universitäten – überraschte viele Zuhörer. Zudem erklärte er, welche Wege nach dem Abitur möglich sind: vom freiwilligen Wehrdienst über verschiedene Soldatenlaufbahnen bis hin zur Offiziersausbildung, für die meist eine Verpflichtungszeit zwischen 13 und 17 Jahren gilt. Er selbst hat sich für 13 Jahre verpflichtet und verfolgt das Ziel, Berufssoldat zu werden. Besonders eindrucksvoll waren seine Erzählungen von den Fahrten auf der Fregatte Baden-Württemberg. Dort war die Bundeswehr im Rahmen der UNIFIL-Mission im Libanon eingesetzt. Oscar schilderte, wie internationale Zusammenarbeit an Bord funktioniert und welche Aufgaben deutsche Marinesoldaten in einer UN-Beobachtermission übernehmen.

Praktische Tipps für Bewerbungen

Neben den persönlichen und beruflichen Einblicken gab Oscar den Schülerinnen und Schülern praktische Tipps für eine mögliche Bewerbung: Man solle sich frühzeitig informieren – durch Bücher, Videos oder Gespräche mit Karriereberatern – und auf körperliche Fitness achten, da diese ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung sei. Auch warnte er vor unseriösen Versicherungsangeboten, da Soldaten selbst keine Versicherungen verkaufen dürfen und junge Bewerber hier oft angesprochen werden. Am Ende ließ Oscar in Kleingruppen verschiedene realistische Szenarien durchspielen. Dazu gehörten Aufgaben wie das Priorisieren von Ausrüstung für einen Marsch, das Reagieren auf Katastrophenlagen in Deutschland, der Aufbau eines Lagers in der Wildnis oder die Rettung einer verletzten Person in einem Krisengebiet. Die Schüler mussten jeweils überlegen, wie sie als Team vorgehen würde, welche Entscheidungen zuerst getroffen werden müssten und welche Fähigkeiten dabei besonders wichtig sind. Jannick (GI25A) fand Oscars Vortrag „extrem interessant. Er hat das Ganze sehr spannend gestaltet. Er hat bei vielen Schülern großes Interesse an der Bundeswehr geweckt!“ Lukas (GI25A) fand den Vortrag „sehr lehrreich. Er hat einen guten Einblick in das Leben und Geschehen der Bundeswehr gegeben.“