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Fake News erkennen lernen – Workshops von Reporter4You

Von Eva Dernóczi

Falschinformationen, manipulierte Bilder, reißerische Schlagzeilen oder bewusst gestreute Desinformation gehören längst zu unser aller Alltag. Soziale Netzwerke wie TikTok, Instagram oder YouTube dienen heute vielen Schülerinnen und Schülern nicht nur zur Unterhaltung, sondern zunehmend auch als Nachrichtenquelle. Genau hier setzt das Bildungsprojekt „Reporter4You“ an. Einen Workshop zum Thema „Fake News“ konnten die Klassen BH25A und IH25A am 23. April durch Lara Grewe erleben, die als Journalistin tätig ist. Ziel war es, unsere Schülerinnen und Schüler zu befähigen, Informationen kritisch zu hinterfragen, Fake News zu erkennen und die Mechanismen von Journalismus und sozialen Medien zu verstehen. Aramis (IH25A) fand „die Veranstaltung sehr gut, weil sie uns noch einmal vor Augen führte, wie heutzutage immer mehr Falschinformationen – mit zwielichtigen und strategischen Absichten – verbreitet werden und, dass man dementsprechend kritischer mit Informationen im Netz umgehen muss und auch manche ganz leicht überprüfen kann.“ Medienkompetenz wurde dabei nicht nur theoretisch, sondern vor allem praxisnah vermittelt. Mauro (BH25A) fand gut, dass der Workshop „sehr interaktiv war. Ich fand den Workshop sehr interessant gestaltet.“

Inhalte der Workshops

Die Workshops orientieren sich an der Lebenswelt der Jugendlichen. Ein zentrales Thema der Workshops war, „Fake News“ zu entlarven. Beide Klassen lernten verschiedene Arten von Falschinformationen kennen – von Satire über Clickbait bis hin zu gezielter politischer Desinformation. Im nächsten Schritt erklärte Lara Grewe wie Journalistinnen arbeiten. Anhand konkreter Beispiele erklärte sie, wie Nachrichten entstehen, wie recherchiert wird und warum Quellenprüfung so wichtig ist. Auch zeigte sie, woran man glaubwürdige Informationen erkennen kann. Die Teilnehmenden übten, Quellen zu überprüfen, Bilder und Videos zu hinterfragen, Absender einzuordnen und Faktenchecks durchzuführen. Lara (IH25A) fand den Workshop „sehr interessant und informativ. Ich dachte, ich wüsste schon einiges und kann auch ganz gut erkennen, wenn etwas „fake“ ist, jedoch habe ich durch den Workshop gemerkt, dass ich bei einigen Dingen auch reingefallen wäre.“ Wir alle merken, dass Fake News und KI-Videos immer besser werden. Die 16-jährig fügte hinzu: „An einigen Beispielen habe ich erst so richtig gemerkt, dass man es eigentlich gar nicht mehr richtig unterscheiden kann, was wahr oder was falsch ist.“ Das Problem, was sich daraus ergibt, sieht sie darin, dass „die jüngere Generation einfach eine grundlegende Skepsis entwickelt“, so die Schülerin der IH25A, „es kann dann passieren, dass auch wahre Begebenheiten und Fakten nicht mehr erkannt und geglaubt werden.“ 

Algorithmen und Social Media 

Thematisiert wurde außerdem,warum bestimmte Inhalte besonders häufig vorkommen, wie Filterblasen entstehen und weshalb Emotionen eine große Rolle bei der Verbreitung von Fake News spielen – insbesondere auf Plattformen wie TikTok. Die eigene Verantwortung im Netz machte Lara Grewe deutlich. Die Workshops stärkten das Bewusstsein dafür, dass jeder durch eigenes Teilen, Liken oder Kommentieren zur Verbreitung von Informationen beiträgt. Reporter4You setzt auf Interaktion und Mitmachen: Diskussionen, kurze Analysen realer Posts, Quizformate oder kleine Rechercheaufgaben sorgen für eine aktive Lernatmosphäre. Unsere Schülerinnen und Schüler wurden ausdrücklich ermutigt, eigene Fragen und Beispiele einzubringen. Die Workshops von Lara Grewe leisteten also einen wichtigen Beitrag zur Demokratiebildung. Denn wer lernt, Informationen kritisch zu prüfen, lässt sich weniger leicht manipulieren, entwickelt eine reflektierte Meinungsbildung und kann sich sicherer in digitalen Räumen bewegen. Reporter4You verfolgt damit das Ziel, Jugendliche langfristig zu stärken – nicht nur als Mediennutzer, sondern als mündige Mitglieder unserer Gesellschaft.