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Mathematik zum Anfassen Teil 1: „Marshmallow-Challenge“ in der TH24A

Von Markus Horst

Im Rahmen der Einführung in die Vektorrechnung hat die Klasse TH24A (HBFS-Oberstufe, Bildungsgang Ingenieurtechnik) im Fach Mathematik mal eine besondere Herausforderung angenommen: die sogenannte „Marshmallow-Challenge“. Ziel der Aufgabe war es, aus wenigen Materialien – Spaghetti, Klebeband, Schnur und einem Marshmallow – einen möglichst hohen, freistehenden Turm zu bauen, an dessen Spitze der „Mäusespeck“ dauerhaft hält.

Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Der höchste Turm erreichte eine Höhe von 82 cm. Noch wichtiger als die reine Höhe waren jedoch die Erkenntnisse, die die Schülerinnen und Schüler während des Bauprozesses gewonnen haben.

Sehr schnell wurde deutlich, dass Stabilität nicht durch Zufall entsteht. Hypothesen mussten überprüft, Konstruktionen angepasst und teils komplett neu gedacht werden. Genau hier zeigte sich der didaktische Kern der Aufgabe: Lernen ist ein iterativer Prozess, der vom Ausprobieren, vom Scheitern und vom erneuten Ansetzen lebt.

Die Marshmallow Challenge verdeutlichte anschaulich, dass Design Thinking nicht nur in Technik, Wirtschaft oder Produktentwicklung eine Rolle spielt, sondern auch im Mathematikunterricht sinnvoll eingesetzt werden kann. Eigenständiges Handeln, kreatives Problemlösen und reflektiertes Vorgehen sind zentrale Kompetenzen – beim Bauen ebenso wie beim Lernen mathematischer Inhalte.